Die Prager burg wurde im neunten Jahrhundert gebaut und ein Römischer Palast wurde auf ihr im 12. Jahrhundert errichtet. Im 14. Jahrhundert unter Karl IV wurde es im gothischen Stil rekonstruiert. Die Spanische Halle, ein neuener Teil der Burg wurde unter der Regierung Rudolf II. hinzugefügt und schließlich bekam die Burg ihre entgültige Form unter der Herrschaft der Kaiserin Maria Theresa, unter der Leitung des Architekten M. Pacassi. Nach dem ersten Weltkrieg wurden das Schloss von Innen, sowie die Gärten des Schlosses vom Architeken J. Plecnik erneuert.
Heute ist die Burg der Sitz des Präsidenten der tschechischen Republik und sie dienst als historisches und politisches Zentrum der Stadt und des Staates.
Die St. Nicholaus Kirche, entworfen von Kilian ignaz Dientzenhofer wurde 1735 fertiggestellt. Das innere der Kirche ist angeleht an die St Louisdes-Invalides Kapelle in Paris. Die feine Stuckdekoration wurde von Bernardo Spinetti, die Fresken von Peter Adam dem älteren gemacht.
Von 1870 bis 1914 wurde die Kirche vom Russisch-Orthodoxen Kongress benutzt. Während des zweiten Weltkrieges wurden tschechische Armeeeinheiten in der Kirche stationiert. Nach dem Krieg wurde die Kirche der Tschechischen Hussite Bewegung übergeben.
Prag Karlsbrücke - die älteste Prager Brücke, errichtet anstelle der Judithbrücke, die im Jahre 1342 einer Hochwasserkatastrophe teilweise zum Opfer fiel. Die Steinerne oder Prager Brücke, seit dem Jahre 1870 Karlsbrücke genannt, wurde im Jahre 1357 von Karl IV. errichtet. Nach den neuesten Forschungsergebnissen wurde der Bau der Brücke von Meister Otto begonnen und im Jahre 1402 von Peter Parler fertiggestellt. Die Brücke ist auf beiden Seiten durch Türme befestigt (Kleinseitner Brückentürme, Altstädter Brückenturm). Von 1683 bis 1928 wurden die Brückenpfeiler mit 30 Statuen und Statuengruppen von Heiligen besetzt (M. Braun, F. M. Brokof u.a.). Die Länge der Brücke beträgt 515 m, die Breite 10 m.
Das Nationaltheater liegt am Ufer der Moldau und ist Schauplatz für Drama, Ballet und Opernvorstellungen. Des Neo -Renaissance Gebäude wurde zwischen 1868 und 1881 erbaut und musste 1883 rekonstruiert werden, nachdem ein Feuer große Teile des Inneren zerstört hatte. Das Nationaltheater zählt zu den wichtigsten tschechischen kulturellen Einrichtugen mit seiner vielfältigen artistischen Tradition.
Die Kapelle wurde eigentlich 1391 als gothische Kapelle errichtet und war gleichzeitig der Ort, an dem Jan Hus von 1402 bis 1412 predigte, zu mehr als 3000 Leuten. Im Jahre 1661 wurde sie von Jesuiten zu einer katholischen Kirche umgestaltet und im Jahre 1786 abgerissen um Platz für eine Privatwohnung zu schaffen. Die Kapelle wurde in den Jahren 1950-53 Originalgetreu nachgebaut. Einzig die Tür, durch welche Hus die Kanzel betrat ist Original.
Nachdem König Johannes von Luxemburg den Bürgern von Prag 1338 das Privileg des eigenen Bezirksrates zugesprochen hatte, entschlossen sie sich, ihr eigenes Rathaus zu bauen. Der fast 70 m hohe Turm wurde 1364 fertiggestellt. Wegen der ununterbrochenen Expansionen, ist das Gebäude jetzt eine bunte Ansammlung gotischer und Renaissance-Art Fassaden. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude durch die Nazi-Angriffe stark beschädigt, mittlerweile ist es jedoch wieder gänzlich hergestellt.
Der 65 m hohe Pulverturm ist das Tor zur königlichen Straße, welche von der Altstadt über die Karlsbrücke bis auf die Burg führt. Wo sich schon im 13. Jh. einer der dreizehn Befestigungstürme der Prager Altstadt befand, wurde 1475 unter König Wladislaw II. Jagiello der Grundstein für den Pulverturm gelegt. Von Anfang an diente er eher repräsentativen Zwecken, lag er doch unmittelbar neben dem Königshof - wo sich heute das Repräsentationshaus erhebt - und waren andere Anlagen für die Verteidigung weitaus wichtiger. Baumeister des Turms war Matthias Rejsek. Mit der Aufgabe des Königshofes Ende des 15. Jahrhunderts blieb der Turm allerdings jahrhundertelang unvollendet. Seine zeitweilige Nutzung als Lager für Pulver gab ihm seinen heutigen Namen. Erst im 19. Jh. erhielt der ursprünglich spätgotische Turm seine heutige Gestalt im Stil der Neogotik mit Dach, Umgang und Netzgewölbe in der Durchfahrt (Architekt Josef Mocker).
Die Teynkirche, auch als'Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn' bekannt, is eins der berühmtesten Gebäude in der Stadt. Wo schon im 12. Jahrhundert eine kleine Kirche stand, wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. mit dem Bau der großen gotischen Kirche begonnen. Von jüdischem Gesichtspunkt her gibt es eine sehr traurige aber auch interessante Geschichte: In der Kirche befindet sich das Grab eines zwölfjährgen Juden, der auf den Namen Shimon Abeles hörte. 1689 gab es einen Brand im jüdischen Viertel von Prag und die Juden wurden ins christliche Viertel gebracht. Das war für Shimon das erste Mal, dass er das Judenviertel verließ. Ihm gefiel das Christenleben sehr und so ließ er sich eines Nachts taufen. Was danach geschah ist, weiß heute niemand mehr genau, aber es ist wahrscheinlich, dass sein Vater ihm gefolgt ist und ihn grausam ermordete. Der Leichnahm des Jungen wurde bald darauf auf dem jüdischen Friedhof beerdigt. Der Vater (und sein eventueller Komplize) wurden verurteilt, weil er verhinderte, dass der Junge sich der Christenheit anschließt. Er wurde so sehr gefoltert, dass er sich dazu entschloss lieber Selstmord zu begehen als weiterhin zu leiden. Der Leichnahm von Shimon Abeles wurde in die Teynkirche gebracht, wo er im Rahmen einer prunkvollen Messe beerdigt wurde. Das Grab befindet sich noch heute im Innenraum der Kirche.